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Vortrag von Dr. Guy McPherson, Prof. emeritus University of Arizona. Moderation: Edwin Moser von www.Nebenrolle-Natur.ch, Zürich

Guy McPherson ist emeritierter Professor für Ökologie, Evolutionsbiologie und Natürliche Ressourcen der University of Arizona. Er lehrte dort 20 Jahre lang, bevor er im Mai 2009 seine sichere Stellung kündigte, um seine Ideen für einen radikal nachhaltigen Lebensstil in die Realität umzusetzen. Er zog in eine ökologische Gemeinschaft im südlichen New Mexico, baute ein autarkes Strohballenhaus und beschäftigte sich mit Permakultur.

Gleichzeitig wurde er zu einem der weltweit engagiertesten Fürsprecher einer postindustriellen Gesellschaft. In seinen Aufsätzen und als Blogger beleuchtet er das drohende Ende der Menschheit aus den verschiedensten Blickwinkeln von Naturwissenschaft und Gesellschaftskritik, bis hin zu philosophischen Betrachtungen über ein Leben im Angesicht des Untergangs.

Wie lange wird die Erde unserer permanenten Ausbeutung noch standhalten können?

Kommt ein abrupter Klimawandel auf uns zu? Seit Beginn der industriellen Revolution hat sich die Erde um gerade einmal 0,85° Celsius erwärmt. Es gibt jedoch starke Hinweise für ein immer schnelleres Ansteigen der Temperatur schon in der näheren Zukunft.

So hat beispielsweise unser industrieller Lebensstil seit 1970 mehr als doppelt soviel CO2 Emissionen verursacht als in der gesamten Zeit vorher. Hinzu kommt in immer stärkerem Maße Methan, das ebenfalls als Treibhausgas wirkt.

Allem Anschein nach, hat die viel gefürchtete Methanfreisetzung aus den Permafrostböden und den Methanhydraten des arktischen Meeresgrundes bereits begonnen.

In seinem Vortrag präsentiert Prof. McPherson Hinweise auf einen drohenden abrupten Klimawandel und wagt dabei immer wieder Blicke über den Tellerrand der Klimaforschung. „Was passiert eigentlich mit den weltweit über 400 Atomreaktoren wenn drastisch zunehmende Extremwetterereignisse und Migrationsströme an den Grundfesten unserer Zivilisation rütteln?“ fragt sich der Naturwissenschaftler, Gesellschaftskritiker und Philosoph und spricht damit unangenehme Wahrheiten an, die unsere Gesellschaft sonst nur allzu gerne verdrängt. Vorallem geht es McPherson aber darum die Angst vor diesen Menschheitsfragen zu verarbeiten und, selbst im Angesicht des drohenden Zusammenbruchs unserer Zivilisation, gemeinsam mit seinem Publikum Wege zu einem erfüllten und glücklichen Leben zu finden.

Die Veranstaltung ist in englischer Sprache. McPherson verzichtet auf eine Vergütung seiner Vorträge und folgt der Philosophie der Schenkökonomie. Die komplette Europatour wird von Freiwilligen organisiert und konnte beinahe vollständig über Crowdfunding finanziert werden. Die Veranstaltung ist deshalb und auch Dank der Unterstützung des K9 Kulturzentrums kostenfrei.

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